Eine Abfolge von Arbeitsschritten, Gesten und Verfahren eines
Produktionsablaufs, die im Hinblick auf das fertige Produkt zur
Transformation verwendeter Materialien führen. Das Konzept, das auf
Leroi-Gourhan zurück geht, erlaubt es dem Archäologen anhand
des Fundstücks Rückschlüsse auf Verfahren,
Herstellungsabläufe, und Absichten des Herstellers, und u.U. sogar
auf dessen Konzepte und Vorstellungen zu ziehen.
Da sich das menschliche Verhalten nicht durch
Regeln vorhersagen lässt, sind der Interpretation der
Vergangenheit, speziell die der materiellen Hinterlassenschaften enge
Grenzen gesetzt. Die Naturwissenschaften können hier als
Interpretationshilfe genutzt werden, da davon ausgegangen werden kann,
dass sich physisch-chemische Gesetzmässigkeiten nicht im Laufe
der Zeit verändern. Die naturwissenschaftliche Archäologie
kann dem zufolge Quellen erschliessen, die bisher nicht, oder nur
wenig beachtet wurden.