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Das Prinzip ist ebenso einfach wie
genial: Man modelliert sich den gewünschten
Gegenstand aus Wachs, umhüllt diesen mit Formlehm
und brennt die Form bei über 500°C. Dabei
fliesst das Wachs aus und hinterlässt einen
Formhohlraum im gebrannten Tonmantel.
Der Formstoff für das Wachsausschmelzverfahren
sollte die folgenden Kriterien erfüllen: |
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- feuerfest
- gasdurchlässig
- bildsam (gute Wiedergabe der
Oberfläche)
- mechanisch belastbar
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| Die Wachsmodelle sind aus schwarz
gefärbtem Wachs. Bei hellem Wachs lassen sich die
Oberflächen nur schlecht beurteilen. Bei hohen
Temperaturen kann man Wachs in Wasser kühlen. Bei
niedrigen Temperaturen kann Wachs in warmem Wasser
aufwärmen. |
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Aus Wachs wird ein Modell vorbereitet. In
diesem Falle ein Schaukelfingerring aus keltischer
Zeit. |
| Das Modell, das auch das Wachs genannt
wird, muss nun mit Formlehm umhüllt werden. Dieser
Schritt ist von grosser Bedeutung für das
Giessergebnis. Der Lehmmantel muss gleichmässig
stark und rissfrei aufgebracht werden. Da die Form noch
feucht ist wird sie Grünform genannt. |
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Während des Brandes wird aus der
Grünform in der noch das Wachs steckt die Gussform.
Ausfolgenden Gründen muss die Form je nach
Wandstärke des Lehmmantel mehrere Stunden oder sogar
Tage gebrannt werden: |
- Das vorhandene Wachs muss ausgeschmolzen
werden
- Das vorhandene freie Wasser in der Form muss
restlos entzogen werden
- Das chemisch gebundene Kristallwasser muss
entfernt werden
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Nach dem Guss muss die Form zerschlagen
werden. Hier sehen sie die Form eines Armreifens. |
| Das Gussstück heisst in diesem
Zustand Gussrohling oder Rohguss, seltener auch
Giessling, da es noch nachbearbeitet werden muss. D.h.
der Gusszapfen, oder Eingusstrichter muss entfernt
werden, und die Gusshaut (hauptsächlich Kupferoxide)
muss bis zum blanken Metall abgeschliffen werden. |
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Fertiger Ring nach dem Polieren. Der Ring wurde 2003 im
Federseemuseum gegossen und zunächst auf
Sandsteinen verschiedener Körnung geschliffen und
danach mit Leder und trockenem Tonpulver poliert.
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